Multitasking im Filmgeschäft – Was ist … die Back-to-Back-Produktion

Seit einiger Zeit läuft der finale Teil der Fifty Shades Of Grey – Reihe in den Kinos. Bei Interviews mit den Hauptdarstellern wurde immer wieder auf die spezielle Produktion eingegangen. Dabei viel auch immer wieder der Satz: “We produced back-to back.” (“Wir produzierten ‘back-to-back’.”) Doch was ist das genau und was bedeutet das für den fertigen Film?

Das Prinzip der Back-To-Back-Filmproduktion ist recht simpel. Es werden mehrere Filme gleichzeitig gedreht. Der Grund dafür ist natürlich das liebe Geld. Wenn mehr auf einmal gedreht wird, spart das Zeit und damit natürlich auch Geld. Dafür braucht es aber gewisse Voraussetzungen. Denn es birgt ebenso Risiken. So beispielsweise, dass der erste Teil floppt und man bereits Geld in die Hand genommen hat, um eine Fortsetzung zu drehen. Wenn diese nicht genug besucht werden würde, hätte man trotzdem Verlust gemacht. Denn die Filme werden zwar gleichzeitig gedreht, aber nicht zur gleichen Zeit veröffentlicht. Meist liegt zwischen den Veröffentlichungen ein Jahr.

Verlass auf finanziellen Erfolg…

…ist der entscheidene Faktor, wenn man sich einige Beispiele anschaut. Ob Matrix Reloaded und Matrix Revolutions (2003) oder Pirates of the Caribbean – Fluch der Karibik 2 und Pirates of the Caribbean – Am Ende der Welt (2006/2007) oder auch Zurück in die Zukunft II und Zurück in die Zukunft III (1989/1990), alles sind Fortsetzungen einer bereits bestehenden Filmreihe.

Weitere Beispiele sind die zwei in die Kinos kommenden Avengers: Infinity War-Teile, Harry Potter und die Heiligtümer des Todes Teil 1 und 2 (2010/2011) oder auch Pulse 2: Afterlife und Pulse 3: Invasion (2008.)

Man ist sich also bewusst, dass die Reihen bereits Fans aus Teil 1 haben, die auch die Fortsetzungen besuchen würden. Natürlich gibt es davon auch Ausnahmen. Zum Beispiel die Herr der Ringe-Trilogie oder auch Kill Bill Vol. 1 und Vol. 2. Hier war man sich bereits davor sicher, dass die Filme gut ankommen würden, denn die Trilogie basiert auf erfolgreichen Büchern und der Regisseur der Kill Bill-Teile ist Quentin Tarantino, der eigene Fans hat. (Zudem können die beiden letzteren auch als Hälften eines Films gesehen werden).

Meistens sind es also zwei Filme, manchmal drei. Doch ist das kein Muss. Vielmehr gibt es eine prominente Ausnahme. Regisseur James Cameron plant für Avatar – Aufbruch nach Pandora gleich ganze vier Fortsetzungen, die back-to-back produziert werden sollen und bereits zeitlich eingeplant sind. 2020, 2021, 2024 und 2025 sollen Teil 2, 3, 4, und 5 in die deutschen Kinos kommen.

Risiko ist aber eigentlich nicht vorhanden, denn dass es Besucher für die Fortsetzungen des erfolgreichsten Films aller Zeiten (nach Einspielergebnis, Inflation nicht berücksichtigt) geben wird, ist selbstverständlich.

KR

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