Designated Survivor und ein erfolgversprechendes Grundkonzept

Designated Survivor SerientippDie fünfte Staffel des Politdramas House of Cards um Kevin Spacey und Robin Wright läuft seit dem 30.05. im US-amerikanischen Netflix und bei uns bei Sky. Dass es eine Schande ist, dass das Netflix Original nicht auch bei uns über Netflix abrufbar ist, steht auch fest. Umso überraschender kommt eine neue Serie daher, die zuweilen an eben jene erinnern lässt.

Mit Designated Survivor startete am 06.11.2016 eine Serie, die dem Politdrama am nächsten kommt. Nachfolgend erschien jede Woche eine weitere Folge und wie es der Zufall will ist ab dem heutigen Tag die komplette erste Staffel auf Netflix abrufbar.

In dieser bisher 21 Folgen langen Serie dreht es sich um Tom Kirkman (Kiefer Sutherland). Dieser ist Wohnungsbauminister der us-amerikanischen Regierung und ist am Abend der Rede zur Lage der Nation des Präsidenten nicht (wie alle anderen) im Kapitol, sondern im weißen Haus. Dies ist so, da er an diesem Abend der sogenannte “Designated Survivor”. Dieser wird zu solchen Anlässen ausgewählt, um im Notfall die Regierungsarbeit zu übernehmen.

Dieses unwahrscheinliche Szenario bewahrheitet sich als ein Terroranschlag das Kapitol während der Rede zerstört und den Präsidenten, samt der anderen Minister, dem Senat und dem Repräsentantenhaus tötet. Nun ist es an dem ehemaligen Architekten das höchste Amt des Staates zu bekleiden. Und das obwohl ihm am morgen vom Präsidenten noch zum Rücktritt geraten wurde und Kirkman weder militärische noch großartig diplomatische Erfahrung hat. Auf sich alleine gestellt sieht er sich nicht nur dem Neuaufbau des Staates, sondern auch dem Aufklären einer immer größer werdenden Verschwörung gegenüber.

Während das Thema und das Genre der Serie House of Cards sehr ähneln, so ist die Prämisse eine komplett verschiedene. Während sich House of Cards um einen machthungrigen Politiker dreht, der sich durch Intrigen an die Spitze setzen will, so geht es in Designated Survivor um einen eher unerfahrenden Politiker, der in dieses mächtige Amt “hineingeschmissen” wird, ohne dass er dies je gewollt hat.

Hierbei beleuchtet die Serie zwei Aspekte im Speziellen. Zum einen die politische Arbeit Kirkmans und die Unterstützung seiner Frau (Natascha McElhone). Und zum anderen die Arbeit des FBI und der Agentin Hannah Wells (Maggie Q) um die Aufklärung des Anschlags. Auch wenn sich diese zwei Stränge natürlich immer wieder überschneiden, muss gesagt sein, dass trotzdem ein Bruch zu erkennen ist. Ich persönlich finde, dass der politische Aspekt deutlich interessanter ist, als der andere, da letzterer eher dem Krimi-Genre zuzuordnen ist. Allerdings lockert das den Inhalt auch auf, was ihn leichter und weniger “anstrengend” Macht, als z.B. bei House of Cards.

Insgesamt ist Designated Survivor eine sehr interessante Serie, die nicht nur eine tolle Grundidee hat, sondern auch in vielen Aspekten (insbesondere mit Blick auf die aktuelle weltpolitische Lage) sehr authentisch und kritisch ist. Mit Sicherheit nicht für jeden etwas, aber wer mit Politik etwas anfangen kann, der kann dies mit Sicherheit auch mit dieser Serie.

Und am Ende bleibt dann nur noch auf die zweite Staffel zu warten, denn diese wurde bereits angekündigt.

#KR

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