Was Game Night so erfrischend macht

Game Night Kritik

Game Night: die Komödie, in der ein Spieleabend unter Freunden ekaliert, ist so etwas, wie eine Liebeserklärung an Gesellschaftsspiele. Das fängt bereits im Vorspann an, wenn nicht nur die Studiologos, sondern auch große Spielfiguren ins Bild regnen. Dabei dreht es sich im Film nicht “nur” um diese, sondern auch um das Ehepaar Max und Annie (Jason Bateman und Rachel McAdams). Diese zwei sind ehrgeizige, ja vom Sieg besessene Spieler, die immer wieder für Freunde Spielabende veranstalten.

“Verbrechen” oder Verbrechen?

Die Collage, wie die beiden sich kennenlernten, ist hierbei eine bunte Reise durch verschiedenste Spiele. Dadurch wird ganz geschickt auf das titelgebende Ereignis hingeleitet – den Spielabend. Denn Max großem Bruder ist der normale zu langweilig und er lädt die beiden und einige weitere Freunde zu sich ein, um ein Live-Action-Event zu veranstalten. Bei diesem würde einer entführt werden und die anderen hätten zur Aufgabe verschiedene Rätsel zu lösen, um denjenigen zu finden.

Das “Verbrechen” geschieht und die Zweierteams, allen voran die Max und Annie, machen sich an die Lösung. Doch nach einiger Zeit wird dem ein oder anderen klar, dass das “Verbrechen” vielleicht ein richtiges Verbrechen ist und es hier um viel mehr als nur den Spaß geht.

Die Action-Komödie ist in seiner Handlung ganz ähnlich wie ein Monopoly-Spiel. Was ganz entspannt begann, wird alsbald zu einer ernsten Herausforderung. Da spielen irgendwann Regeln keine Rolle mehr und es müssen vielleicht sogar Bündnisse geschlossen werden. Dabei ist der Film mehr als ein normaler Gute-Laune-Film und das liegt an drei speziellen Punkten.

Vorneweg sind das die ständigen Anspielungen auf die verschiedenen Spiele. Sei es indem Figuren und Objekte aus bekannten Spielen gezeigt werden oder Vergleiche mit Spielen getroffen werden – der Film wird seinem Namen mehr als gerecht. Weiterhin sind die Charaktere allesamt sympathisch. Ob der komische Nachbar, der narzisstische Bruder oder das überehrgeizige Ehepaar. Alle mag man irgendwie, trotz (oder gerade wegen) ihrer Schwächen.

Anspielungen auf Filme

Der dritte Punkt ist etwas für Filmliebhaber. So wie der Streifen verschiedene Spiele in sich vereint, so sind auch viele filmische Anspielungen in ihm zu finden. Das beginnt bei dem Glastisch, der eben nicht im Kampf zerbricht und das mit einem erstaunten “das ist aber ein wirklich stabiler Glastisch…” kommentiert wird. Auch lassen sich immer wieder Motive aus den verschiedensten Genres wiederfinden. So beispielsweise die Hand, die plötzlich von außen durch die geschlossene Jalousie greift und damit ein klassisches Horrorelement bedient. Oder auch das berühmte baumelnde Schnurtelefon, das fallengelassen wurde, während am anderen Ende nur ein Fragendes “Hallo?” zu hören ist. Es gibt immer wieder Anspielungen auch auf den klassischen Krimi. Ob Blut, welches auf Gemälde spritzt oder auch die persönliche Fahndungswand im Keller samt roter Fäden. Wer genau hinschaut, wird mehr als einmal überrascht sein.

Auch wenn der Film am Ende etwas abflacht und nicht mehr die spielerischen Anspielungen (= schlechter Wortwitz) hat, ist der Film doch sehr kurzweilig. Das nicht zuletzt, weil er auch Witze auf Kosten der eigenen Figuren und Handlung macht.

Bevor das nächste Mal also eine Runde Monopoly den Hausfrieden auf den Kopf stellt, kann sich gemeinsam dieser Film angeschaut und darüber gelacht werden, wie ernst doch die Figuren die Spiele nehmen würden und man selbst ja nie so sei…

Fazit

Insgesamt ist Game Night eine kurzweilige Komödie, die zwar gegen Ende etwas abflacht, aber durch die vielen Anspielungen auf Filme und Gesellschaftsspiele zu einer echten Überraschung wird. An den Film vergebe ich 4 von 5 Sternen.

KR

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