Mehr Musical als Biopic – Greatest Showman – 100 Sekunden Filmkritik

Greatest Showman KritikMusical: ein ganz besonderes Genre. Doch in der Kombination mit dem Genre des Biopic bzw. der Filmbiografie eine absolute Besonderheit. Greatest Showman geht das Wagnis ein und verfilmt den Aufbau eines Kuriositäten-Kabinetts des Zirkuspioniers Phineas Taylor Barnum. Ob das geklappt hat erfährt man hier – in nicht mehr und nicht weniger als 100 Sekunden.

Für alle, die lieber lesen wollen

Die Kinow-Filmkritik in 100 Sekunden

Heute zu: Greatest Showman

Greatest Showman ist ein us-amerikanisches Musical und Biopic über den Zirkuspionier P.T. Barnum.

Der Film zeigt dessen Leben; im Besonderen den Aufbau eines Kuriositäten-Kabinetts. Hierbei wird nicht nur auf die Widerstände aus der Bevölkerung des 19. Jahrhunderts, sondern auch auf die familiären Beziehungen des Geschäftsmanns eingegangen.

Der so häufig betitelte „König Humbug“ wird von dem Australier Hugh Jackman verkörpert. Neben ihm sind Michelle Williams und Zac Afron in Rollen zu sehen.

Der Regisseur Michael Gracey fokussiert hier seinen gesamten Film auf die Spielfreude Hugh Jackmans, die dem Schauspieler auch in jedem einzelnen Moment anzumerken ist.

Einige Lieder haben absolut Ohrwurmcharakter, doch wirken sie in dieser Zeit mit pop-artigen Untermalungen fehl am Platz.

Das größte Problem ist hier tatsächlich das Genre der Filmbiografie. Denn nicht nur der Film und dessen Dialoge sind mit Kitsch überzogen. Auch P.T. Barnum hier als liebender Vater, visionärer Hundertsasser und Diversität preisender Menschenfreund, hat mit dem realen Vorbild nur noch wenig zu tun.

Was hier als Gleichberechtigung besonderer Menschen dargestellt wird, war um 1860 nur das finanzielle Ausnutzen dieser.

Und gerade die von ihm gepriesene Fantasy kommt am Ende zu kurz. Denn die einzelnen Personen verschwimmen im pompösen Manegengewitter.

Schlussendlich ist Greatest Showman ein ungenaues, kitschiges Biopic, aber ohne das Vorwissen der Person Barnum gerade in der ersten Hälfte unterhaltsam ist.

Das Musical erhält von mir 2, 5 von 5 Sterne.

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Wie hat euch der Film gefallen bzw. habt ihr vor den Streifen anzuschauen? Lasst gerne Feedback da, inwiefern diese Form gefällt. Doch wann passt eine auditive Kritikform besser, als bei einem Musical?

KR

 

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