Das Action-Highlight des Jahres? – Mission: Impossible – Fallout

Mission: Impossible Fallout Kritik Info

“Mission: Impossible”: eine Filmreihe, die seit Jahren genauso für gutes Actionkino steht, wie Fifty Shades Of Grey für schlechte Dialoge und Fluch der Karibik für immer schwächer werdende Fortsetzungen. Ab morgen läuft der inzwischen sechste Teil in den deutschen Kinos. Nachdem bereits der erste Trailer mit herausragender Musik (Imagine Dragons – Friction) und erfrischendem Schnitt die Erwartungen hochschraubte, folgt nun die Bestätigung dieser. Mit Mission: Impossible – Fallout haben wir vielleicht den Actionfilm des Jahres.

Ein Leben gegen das von Millionen

Vor dieser Wahl stand Ethan Hunt (Tom Cruise) in einer kürzlich fehlgeschlagenen Mission in Berlin. Er entschied sich, das Leben seine Freundes zu retten, doch nun haben Terroristen drei Atomsprengköpfe in ihre Gewalt bringen können. Die Lage ist brenzlig und das Team rund um den Agenten muss widerwillig mit der CIA kooperieren.

Als wäre die Gefahr von Millionen Toten nicht schon genug, spitzt sich die Lage aber noch zu, als sich der CIA-Agent Walker (Henry Cavill) der Crew um Hunt, Luther (Ving Rhames) und Benji (Simon Pegg) anschließt. Als dann auch noch Ilsa (Rebecca Fergusson) Teil dieses Komplotts zu sein scheint, muss Ethan überlegen, wem er vertrauen kann. Mit ihr teilt er immerhin eine ganz spezielle Vergangenheit.

Poster Mission: Impossible Fallout

Alles andere als ausgelutscht

Wie auch schon die direkten Vorgänger muss sich Mission: Impossible – Fallout dem Risiko aussetzen, was so viele Filmreihen mit sich bringen. Die Gefahr besteht, dass eine x-te Fortsetzungen nichts Neues mehr zeigen kann oder der Reihe nichts Weiteres hinzufügen kann. Das hat oft zur Folge, dass es langweilig, unspektakulär und gewöhnlich wirkt. Genau hier hat aber die inzwischen sechsteilige Actionreihe ihr Stärke. Sie wird nicht schwächer – im Gegenteil – sie wird immer besser. Nachdem Mission: Impossible – Phantom Protokoll (2015) und Mission: Impossible – Rogue Nation (2016) schon stark waren, führt Teil 6 diese Tradition auch munter weiter.

Die Frage stellt sich aber: Was macht die Filme und gerade den neuesten so zeitlos und so besonders? Die Antwort ist dabei so simpel, wie kompliziert: die Action. Es ist ein Actionfilm, nicht mehr, aber auch kein bisschen weniger. Wer an diesem Genre keinen Spaß hat, wird auch in Mission: Impossible – Fallout kaum Freude finden. Wer sich aber dafür begeistern kann, wird ein weiteres Mal hervorragend choreografierte Faustkämpfe, spektakuläre Stunts, Sprünge zwischen Häusern und natürlich Action in luftigen höhen erleben. Das alles kombiniert mit leichtem, nicht zu inflationär benutztem Humor macht den Streifen zu fantastischem Popcornkino.

Klassische Aspekte des Genre

Von Anfang an ist also die Intention von Regisseur  Christopher McQuarrie klar. Er hatte bereits zuvor Mission: Impossible – Rogue Nation und gemeinsam mit Cruise Jack Reacher (2013) gedreht. Zudem schrieb er (wie auch im fünften Teil) erneut das Drehbuch. Er möchte in diesen 148 Minuten ein Actionfeuerwerk auf die Leinwand bringen. Das schafft er auch, – keine Frage – aber dafür brauch es eben keine innovative Story oder auch tief charakterisierte Antagonisten. Weder die Handlung, noch die Figuren stechen besonders hervor. Einzig Henry Cavill lässt sich vom hervorragend aufgelegten Tom Cruise nicht die Butter vom Brot nehmen.

Stunt Mission: Impossible FalloutKleiner Funfact am Rande: die Dreharbeiten mussten für fast zwei Monate unterbrochen werden, da sich Tom Cruise bei einem Stunt den Knöchel brach. Dass er annähernd alle seine Stunts selber macht und das auch Verletzungen zu folge hat, ist bekannt, besonders aber ist, dass die Szene, die zur Verletzung führt, Teil von Film und Trailer ist. Wer will, achte mal auf die Szene im Trailer, in der er von einem Hausdach auf das andere springen will und dabei gegen die Hauswand krächt (siehe Bild rechts)…

Wem das alles egal ist, dem sei der Trailer trotzdem (allein handwerklich) wärmstens ans Herz gelegt.

Fazit

Mission: Impossible – Fallout ist Actionkino nach Lehrbuch und darüber hinaus. Man sieht, dass die Stunts nicht vor Greenscreen, sondern real aufgenommen sind. Das hat zur Folge, dass man mehr als einmal den Atem anhält und über zwei Stunden und zwanzig Minuten kurzweilig unterhalten wird. Wie die meisten puren Actionstreifen verzichtet auch “Fallout” oftmals auf Tiefe und setzt auf das visuelle. Wem das aber reicht, der wird hier vielleicht den Actionfilm des Jahres sehen.

Das sechste Abenteuer von Ethan Hunt bekommt von mir 4,5 von 5 Sterne.

KR

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