Wo bleibt etwas Besonderes? – Rampage: Big Meets Bigger

Rampage Kritik InfoTiere, die durch ein illegales Serum zu Monstern werden und ganze Städte verwüsten, dazwischen Dwayne Johnson und viel Action. Der Trailer von Rampage: Big Meets Bigger zeigt schnell, was man erwarten muss und was man nicht erwarten sollte. Erstaunlich ist aber, dass der Film sogar dahinter zurückbleibt…

Johnson muss die Welt retten

Der Primatenforscher Davis Okoye (Dwayne Johnson) liebt seinen Job. Ihm fällt zwar der Umgang mit Mitmenschen schwer, dafür hegt er eine enge Freundschaft mit George. George ist ein überdurchschnittlich intelligenter Albino Gorilla, den Davis seit Geburt aufzieht und mit dem er per Zeichensprache kommuniziert. Als aber ein Genexperiment außer Kontrolle gerät, verändert sich der Silberrücken-Gorilla. Nicht nur wächst er stetig, auch steigert sich seine Aggressivität ins Unermessliche.

Dieser riesige Affe bricht aus und zieht durch Amerika, hinter ihm ein Trümmerfeld. Davis Okoye und die ehemalige Gentechnikerin Dr. Kate Caldwell (Naomie Harris) schließen sich zusammen, um den riesigen Affen aufzuhalten. Doch bald müssen sie feststellen, dass George nicht das einzige überdimensionale Raubtier ist, was sich seinen Weg durchs Land bahnt.

Die Frage ist: Lässt sich eine globale Katastrophe verhindern und ist das das Ende der Freundschaft zwischen dem Primaten und dem Forscher?

King Kong + San Andreas = Rampage

Das Grundprinzip von Rampage: Big Meets Bigger ist einfach. Nicht verwunderlich, immerhin ist die Vorlage das Arcade-Game “Rampage” auf dem Jahr 1986. Auch dort galt es die riesigen Monster von der Zerstörung der Stadt abzuhalten. Die Macher rund um Regisseur Brad Peyton (San AndreasIncarnate) nehmen diese Basis und verfeinern sie um genau zwei Aspekte: Action und Dwayne ‘The Rock’ Johnson. Klingt einfach, ist es auch.

Poster Rampage Big Meets Bigger Kritik

Action funktioniert im modernen Blockbuster-Kino seit jeher und mit dem 2016 bestbezahlten Schauspieler kann man momentan sowieso kaum etwas falsch machen. Gerade dieser ist es, der für den finanziellen Erfolg maßgeblich verantwortlich ist. Unabhängig von der großen Fanbase, lief im Vorfeld über den Schauspieler und dessen Social-Media-Kanäle ein PR-Feuerwerk, von dem andere Filme nur träumen können.

So überrascht es auch nicht, dass trotz des absoluten Mittelmaßes, welches der Film liefert, Rampage ein Erfolg werden dürfte.

Alles absolut mittelmäßig

Der Streifen zeigt genau das gleiche Phänomen auf, wie es vor kurzem The Commuter mit Liam Neeson tat. Alles, was man sieht, kennt man schon. Riesige Ungetüme, die sich durch die Stadt kämpfen, sind genauso wenig überraschend wie der Versuch die Action mit Humor zu paaren.

Genau darin liegt aber auch ein weiterer Kritikpunkt. Dem Streifen ist anzurechnen, dass er versucht hin und wieder selbstironisch zu sein. So unterstreicht Davis Okoye die Übertreibung des Filmes schon im Trailer mit den ironischen Worten: “Ist klar, der Wolf kann fliegen.” Auch wenn diese Passagen zu den wenigen Highlights gehören, sind sie entweder zu wenig oder verblassen neben dem sonst ernsten Ton des Blockbusters.

Hinzu kommt eine Story, die bis zur letzten Sekunde absehbar ist, Antagonisten, die motivlos und charakterlos gezeichnet sind und Dialoge, die Transformers-“Niveau” haben. Selbst der sonst so sympathische Dwayne Johnson kann den Zuschauer mit dem ständigen “George”-Geschreie nicht abholen.

Man bemerkt, dass der Regisseur auch für San Andreas verantwortlich war. Ähnlich wie im Film von 2015 wechseln sich tolle Action-Szenen mit schon tausendmal gesehenen ab. Heute reicht es aber kaum noch, nur gute Action zu haben.

Fazit

Rampage: Big Meets Bigger ist in einigen Punkten solide, in einigen schwach. Nichts sticht aus dem Action-Streifen hervor und selbst die Selbstironie und der sonst sympathische Dwayne Johnson versinken im Mittelmaß. Brad Peytons Film bietet noch weniger als der Trailer suggeriert und das Einzige, was in Erinnerung bleiben wird, ist die große Werbekampagne davor.

Rampage: Big Meets Bigger bekommt von mir 1,5 von 5 Sternen.

KR

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